Das Ausbildungsprofil

 

Vorrangiges Unterrichtsziel ist es, den Auszubildenden Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge in den einzelnen Lerngebieten möglichst anschaulich und leicht verständlich näherzubringen. Deshalb ist es wichtig, physikalische Gesetzmäßigkeiten und chemische und metallurgische Vorgänge und Abläufe durch den gezielten Einsatz von Medien und Modellen vorstellbar zu machen. Die Schüler sollen zum naturwissenschaftlichen Denken erzogen werden.

Die naturwissenschaftlichen Grundkenntnisse sollen es den Schülern ermöglichen, Berührungspunkte und Querverbindungen zwischen den Fächern zu erkennen und die Grundkenntnisse anwenden zu können. Physikalische Berechnungen werden unmittelbar nach der Erarbeitung der physikalischen Gesetzmäßigkeiten durchgeführt. Um dem oftmals sehr unterschiedlichen Eingangswissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, ist ein fortwährendes Üben und Wiederholen von besonderer Bedeutung. Die Unterrichtseinheiten sind so aufbereitet, dass sie die Gesamtzusammenhänge erkennen lassen.

Die naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten werden als Erklärungshilfen herangezogen, denn das Erkennen von Zusammenhängen und logischen Beziehungen ist wichtiger als das Aneinanderreihen von bloßem Faktenwissen.

Den technischen Regelwerken kommt eine bedeutende Rolle zu. Den Schülerinnen und Schülern werden Kenntnisse und Einsichten vermittelt, die sie befähigen, Auswirkungen der beruflichen Arbeit und des persönlichen Verhaltens auf den Naturhaushalt zu erkennen und umweltbewusst zu handeln.

Hinweise zur Arbeitssicherheit und zum Arbeitsschutz werden laufend einbezogen, um bereits mit Beginn der Ausbildung die jungen Menschen zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu erziehen.

Die technische Mathematik hat in der beruflichen Bildung die Aufgabe, elementare fachtheoretische und fachpraktische Inhalte quantitativ zu erschließen und diese so zu ergänzen und zu vertiefen. Die Schüler sollen befähigt werden, Lösungswege systematisch zu suchen sowie Ergebnisse überschlägig zu ermitteln und über einen Einheitenvergleich zu kontrollieren.

Auf einen möglichst praxisnahen Bezug in der Problemstellung wird besonderer Wert gelegt, damit die Schüler die Aufgaben in Labor und Betrieb zuverlässig lösen können. Im Beruf übliche Nachschlagewerke, Tabellen und Diagramme werden angewendet werden. Um dem unterschiedlichen Kenntnisstand der Schüler Rechnung zu tragen, werden grundlegende rechnerische Verfahren wiederholt und neue Vorgehensweisen intensiv geübt.

Die berufsbezogenen Versuche im Labor veranschaulichen Zusammenhänge und Strukturen aus dem Fachunterricht und vertiefen die in der betrieblichen Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Es werden grundlegende Denk- und Verhaltensweisen in naturwissenschaftlichen Berufen eingeübt. Moderne Datenverarbeitung wird versuchsbegleitend eingesetzt. Die Lernziele aus dem Lerngebiet Qualitätsmanagement werden dabei möglichst projektorientiert bei den Versuchen und Prüfverfahren vermittelt. Die moderne Datenverarbeitung wird als Instrument des Qualitätsmanagements eingesetzt. Die Bedeutung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz wird berücksichtigt. Die Selbsttätigkeit der Schüler steht bei allen Arbeiten im Vordergrund. So wird die Fertigkeit angestrebt, auch unbekannte Geräte nach Anweisung zu bedienen. Die Labortechnik bietet vielfältige Möglichkeiten zum projektorientierten Unterricht.

 

Aus der Reihe "Ich mach's" des Bayerischen Rundfunks, Videobeiträge zum Ausbildungsprofil:

Werkstoffprüfer/in (Metalltechnik) (22.03.2015, Mediathek)

Werkstoffprüfer/in (Wärmebehandlungstechnik) (17.08.2015, Mediathek)